Freitag, 4. Februar 2011

Die Freiheit hat ein neues Gesicht



DAS NEUE GESICHT DER FREIHEIT

Freiheit oder die Sehnsucht nach Freiheit. Die Hände und Arme in einem surrealistischen Größenverhältnis zu den Blüten erleben und ersehnen diese Freiheit; sie wiederholen das V, das zwei noch geschlossene Blüten formen, das V, das Victory bedeutet, wenn die Freiheit über die Unfreiheit gesiegt hat.

Die "Revolution" in Tunesien, Ägypten und weiteren vorwiegend muslimischen Ländern wird noch nicht so ganz verstanden. "Wie geht es weiter, wagt jemand eine Prognose?" fragte Maybritt Illner in ihre erlauchte Runde hinein, mit Scholl-Latour u. a., Fachleute, die sich selbst als kompetent klassifizierten. Die Antworten waren vorsichtig bis verneinend. Niemand wollte sich festlegen. Gutes Ende, schlechtes Ende? Wissen wir nicht, hieß es im wesentlichen. Zu oft hatten Prognosen falsch gelegen.

Ganz beiläufig wurde vor ein paar Wochen über die Jugend im Gaza-Streifen berichtet. Sie tun sich schwer mit der Hamas. Sie wollen leben, lieben das Internet, wollen teilnehmen an der Welt, ihrer jugendlichen Welt, der Welt der Blogs mit Improvisationen und Musik aus allen Ecken der Kontinente. Sie alle haben aber auch schon Bekanntschaft gemacht mit den vielen Porno-Seiten, mit lustvollem Spaß, der so gar nicht zu den Geboten der dunklen und unerotischen Mullhas passen will. Sie wollen nicht gezwungen werden, irgendwann einmal als Selbstmord-Attentäter zu enden, während sich ein großer anderer Teil der Jugend um den Globus vergnügt und frei lebt. Daher: die "Revolution" ist auch eine sexuelle Revolution innerhalb des Islam. Eines scheint nicht zu passen. Da ist von Hochzeit und Treue die Rede, von Strafen bis zur Steinigung bei Verstößen, aber die Mittel fehlen, die Hände und Taschen sind leer. Die jungen Männer haben so gut wie keine Perspektive und wollen doch in das paradiesische Versprechen der Ehe hineinwachsen. Aber schon im Ansatz verkümmern solche Wünsche. Bis etwa 35 verbleiben die jungen Leute gewöhnlich bei Mama zuhause. Die Selbständigkeit ist ihnen verwehrt. Sie sind arbeitslos, ohne Ausbildung, und wenn sie eine haben, sei es auch eine akademische, dann finden sie keine Arbeit, oder nur Arbeit als Verkäufer hinter einem Gemüse.Karren. Auch diese Arbeit wird ihnen weggenommen, wenn sie die Wucher-Abgaben nicht leisten, die sie gar nicht aufbringen können. 

Das neue Gesicht der Freiheit ist eine frei erlebbare Sexualität, die das Internet offenbart, das krasse Gegenteil eines düsteren Religionsführers Chamenei, der in Ägypten absahnen will. Die erlauchte Runde um Frau Illner hatte nicht verstanden, dass die Revolutionen, die wir haben und die noch kommen, Trieb-gesteuert sind. Keine Macht der Welt kann sie aufhalten. Ich schrieb bereits in der Schreibwerkstatt:

Werden in Ägypten, im Irak, Iran, in Afghanistan saudiarabischer Fundamentalismus der Wahhabiten, der radikale Teil der Moslem-Bruderschaft, assimiliert, oder obsiegen die Menschen-verachtenden Methoden der Sicherheits-Kräfte des überfälligen Mubarak? (Einfügung am 4/Februar/2011: Mubarak verstärkte den Sicherheits-Apparat von Anbeginn seiner Regentschaft. Die Furcht der Ägypter vor diesem Apparat erlebte ich durch Schilderungen in Alexandria). Angesichts dieser Aussichten mag ich kaum glauben, dass Ägypten eine relativ gemäßigte demokratische Zukunft haben wird, wie zum Beispiel die Türkei. (Einfügung am 4/Februar/2011: Zwei Tage nach dieser meiner Befürchtung gingen die bewaffneten Schläger-Trupps Mubaraks auf die Straße und richten nun ein kalkuliertes Chaos an (1)

Ein junger schwedischer Tourist ist einem Bericht zufolge tagelang von der ägyptischen Polizei inhaftiert und gefoltert worden. Der 22-jährige Aaed N. war nach eigenen Angaben am Dienstag vergangener Woche festgenommen worden. Er habe Fotos von einer Moschee im Kairoer Vorort El Abasia gemacht, als ihn Polizisten in Zivil mitnahmen.
"Ich war gerade dabei, eine alte Moschee zu fotografieren, als Polizisten auf Motorrädern kamen", sagte er der schwedischen Zeitung "Helsingborgs Dagblad" per Telefon. Sie nahmen ihm die Kamera ab und brachten ihn ins Gefängnis. "Sie wollten mich töten", zitiert die Zeitung den Mann.
Seinen Schilderungen zufolge wurde er auf der Wache von mehreren Polizisten geschlagen. Einer von ihnen habe ihm gedroht, er werde den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen, wenn er versuchen sollte, die schwedische Botschaft anzurufen. "Sie setzten mir ein Messer an den Hals. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so viel Angst."
Ähnliches habe ich in Liberia erlebt. Ich war drei Monate dort, als der Makro-Verbrecher Charles Taylor noch sein Schreckens-Regime anführte, und fotografierte Teile der Innenstadt, zum Beispiel verrammelte Läden, notdürftig geschützt vor den gnadenlosen Schergen Taylors. Plötzlich waren zwei Sicherheitskräfte in Zivil hinter mir. Ich wollte sie abschütteln, ging schneller. Sie folgten dicht hinter mir, zwangen mich dann in eine Polizei-Wache. Dort wurde ich verhört. Immer mehr Leute kamen ins Zimmer. Ich sah die blanke sadistische Lust in ihren Augen: dieser Mann, der da sitzt, wird zwei bis drei Stunden in unserem Foltergefängnis sein.

Ich wandte mich an den Polizeibeamten, sprach nur mit ihm, weil ich wusste, dass zwischen Sicherheits-Kräften und Polizei noch immer ein Unterschied bestand und zeigte keine Furscht, im Gegenteil. Dann durfte ich einen Freund im Parlament anrufen. Er holte mich da raus und gab einigen Leuten Geld.

In Ägypten erlebte ich eine andere Geschichte. Sie zeigte die Homosexualität als Frustrations-Ventil im Land. Krank wegen eines Tees mit Nilwasser lag ich am Fuße des Tempels von Kena, dessen Museums-Leiter schwul war. "Ein fauler Hund" sagte mir ein deutscher Archäologe in einem einfach-primitiven Memnon-Hotel nahe der Memnon-Kolosse. Der relativ junge Museums-Leiter nahm mich an nächsten Tag mit nach Kena. Da lag ich nach einer dunklen Nacht in einem Hotel-Zimmer ohne Fenster nun auf einer Steinbank unterhalb des Tempels. Besichtigen konnte ich ihn nicht. Mir war schlecht wie nie in meinem Leben. Da kam einer der Tempelaufseher und hantierte an mir. Wie sein Chef waren naturgemäß auch alle Bediensteten schwul. Schwach wehrte ich ihn ab. Das genügte. Dann kam schon der nächste. Aber dann passierte etwas Wunderbares. Eine Ärzte-Gruppe, alles Ägypter, entdeckte mich, versorgte mich, und am Ende fuhr ich mit ihnen in einem Bus Richtung Alexandria. Sie sangen den ganzen Weg Studentenlieder. Sie waren das liebenswerte Ägypten. Sehr viele Menschen im Land erinnerten mich an die liebenswürdig-sanften Menschen der altägyptischen Malereien in den zahlreichen Mastabas, den Grab-Höhlen unter der Erde, zu denen schmale Gänge herabführen.

Die beiden Erlebnisse, in Liberia und in Kena/Ägypten, lassen die Geschichte des schwedischen Touristen in einem mir bekannten Licht erscheinen. Die sadistische Homosexualität der Sicherheits-Kräfte klingt für mich absolut glaubhaft, auch die Todes-Drohung, denn je mehr der Sadismus in die Praxis umgesetzt wird, desto eher droht am Ende, dass das Opfer beseitigt wird, um nicht berichten zu können.

Ägypten ist vollgestopft mit Menschen, die bereits alle Hemmungen verloren haben (Einfügung am 4/Februar/2011: wie wahr, die Ereignisse zwei Tage später bestätigen meine Aussage) und sich dem nächstbesten Diktator, Islam-fundamentalistisch oder eher weltlich, andienen werden. Die Situation in Ägypten ist alles andere als harmlos. Europa darf nicht warten und passiv zuschauen, ob die Menschen das drängende Problem einer geordneten Führung selbst in die Hand nehmen.

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Heute können Privates und Öffentliches nicht mehr voneinander getrennt werden, weil soziale Netzwerke mit allen privaten Facetten zum Sturz der Despoten-Regierung in Tunesien geführt haben und nun Ägypten explodieren lassen. Die Gegenwehr des 82-jährigen starrsinnigen Muhammad Husni Mubarak erzeugt eine Explosion, die wahrscheinlich nur durch den 68-jährigen Friedens-Nobelpreisträger Mohammed el-Baradei gedämpft werden kann. Inzwischen hört man von Kunstraub und Schändung des Ägyptischen National-Museums und wird an Bagdad nach der Eroberung durch amerikanische Truppen erinnert. Sie konnten den Raub an wertvollstem Kulturgut, an Weltkulturerbe-Substanz nicht verhindern, weil Bush jun. ein ungehobelter, leicht oder krass kulturloser Texaner war, dem das egal war. 
Ägypten macht sich auf den Weg, zu einem Irak zu verkommen. Die Amerikaner sollten ihre Fehler nun nicht wiederholen. Es ist zu hoffen, dass vor allem Frau Michelle Obama eine ausgleichende Wirkung haben wird, so dass Ägypten einigermaßen heil bleibt. Kopten wurden dort kürzlich ermordet. Es ist zu befürchten, dass den Islamisten auch die Ägyptische Kultur ein Dorn im Auge ist, und dass es zu einer kulturellen Katastrophe kommen wird, so wie einst, als die große Welt-Bibliothek von Alexandria von muslimischen Horden zerstört wurde.
Die heutige Konflikt-Lage weltweit wirkt wie eine Projektion aus der Zeit der Ermordung Muḥammad Anwar as-Sādāts am 6. Oktober 1981 durch vier Islamisten der Gruppe Al-Jihad (Heiliger Krieg). Die Al-Jihad, eine Abspaltung der Jama'at islamiyya, geführt von Abdessalam Faraj (Kairo) und Karam Zuhdi (Mittelägypten) und ihrem Mufti Scheich 'Umar 'Abd al Rahman, einem blinden Professor der Al-Azhar-Universität, betrachtete Sadat als unrechtmäßigen Herrscher, weil er nicht ausschließlich auf Grundlage der Scharia regierte. Seine Ermordung war aus Sicht der Gruppe das notwendige und angemessene Mittel zur Errichtung der von ihr angestrebten Form eines islamischen Staates. Im Rahmen konfessioneller Unruhen im Gebiet von Al Zawiya al Hamra ermordete 1981 die mittelägyptische Gruppe der Al Jihad sechs koptische Christen, die reiche Goldschmiede waren, und erbeutete nach Aussage ihres Führers Karam Zuhdi fünf Kilo Gold und 3000 ägyptische Pfund, mit deren Hilfe Waffen für die Organisation erworben wurden (Wikipedia). 
Dieser historische Einblick gibt darüber Auskunft, dass sich die Ziele der Jihadisten weltweit nur regional verlagert und ausgebreitet haben. Ägypten als Ursprung steht nun wieder am Scheidewege. Einen Sadat wird es nicht mehr geben und erst recht nicht eine weltweit hoch geachtete Persönlichkeit wie Jehan as-Sadat, die ihn mit 16 Jahren heiratete, mit ihm zusammen eine glückliche Ehe führte ("Er war meine Kraft, ich sein Licht"), mehrere Kinder gebar und an seiner Seite und nach seiner Ermordung zu einer der großartigsten Frauen aufstieg, die es je gegeben hat, weit bedeutungsvoller als Sadat selbst, obwohl dieser zusammen mit Begin 1978 den Friedensnobelpreis erhielt.
Das Paar Obama, offenbar ebenfalls eine glückliche Einheit, ist dazu aufgerufen, die Schuldenkrise der USA beiseite zu schieben und eine heilende Wirkung für Ägypten zu entfalten. 

(1)

Beispiel für den Zeitunterschied Berlin-Bangkok:

Im Beitrag der Schreibwerkstatt sind oben im ersten Absatz Einfügungen und ein Link. Sie sind auf den 4.Febr.2011 datiert = Bangkok-Zeit. Der Vermerk über diese Einfügungen erscheint auch im Kalender GMT+1 = Berlin, und zwar dort am 3/Februar/2011 um 21:00 bis 22:30. Um 3:30 bis 5:00 am 4/Februar/2011 Berlin-Zeit schrieb ich eine Ergänzung

Unter dem Bild schrieb ich den Begriff "Erstickungs-Tod". Das war also nach Berliner Zeit früh am 4/Februar/2011 tief in der Nacht. Am 4/Februar/2011 erschien eine Abwandlung des Gebauer-Berichtes vom Vortag, diesmal mit der Überschrift: Straßenkrieg erstickt (!) das Leben in Kairo. Das Titelbild vom Vortag blieb.

"ERSTICKEN" war einfach der beste Begriff. Möglicherweise wurde er aus meinem Blog schnell herauskopiert, und der Artikel in Spiegel-Online bekam ein neues, prägnanteres Gesicht, frisch für den nächsten Tag.

Das Beispiel zeigt die Schnelligkeit des Internet, nicht nur in Twitter und Facebook, die ich aus Zeitmangel sehr oft vernachlässige, weil ich sie für nicht so wichtig halte (von 1000 "Freunden" half niemand auf einen Hilferuf um Leben und Tod).

Wer in Thailand schreibt wie ich, sollte wegen der Zeitverschiebung nicht übers Ohr gehauen werden. Darum habe ich die beiden Zeitkalender heute recht deutlich gemacht und bei beiden die übersichtlichere Wochen-Ansicht gewählt (vorher war Monats-Ansicht das erste Erscheinungsbild).



Mittwoch, 20. Oktober 2010

Deutschland blutleer?




Thilo Sarrazin - etwas blutleer


Wer Fakten aufzählt und darüber schreibt, tut etwas Nützliches, etwas das allen nützt, es sei denn, die Fakten sind ein wenig getürkt, sind selektiert, statischen Statistiken entnommen, ohne diese im Einzelnen genau zu überprüfen und ohne zu fragen, ob mögliche ergänzende Statistiken überhaupt auch fehlen. Sarrazin hat den großen Schritt vom Beamten zum selbständigen Autoren gewagt. Wie viel von Sarrazin ist trotzdem in den Beamten-Schuhen stecken geblieben? Wie viel in seinen Texten ist rechthaberisch steif, spaltend, anklagend, Beamten-frustriert und auch weltanschaulich engstirnig?

Nun hat der Bundes-Präsident in der Türkei eine Rede gehalten, die ähnlich beschaffen war, etwas blutleer. Nur auf Rechte und Pflichten im Staat zu verweisen, ist zu wenig. Mehr Toleranz gegenüber christlichen Gemeinden in muslimischen Ländern anzumahnen war dagegen richtig und notwendig - und trotzdem fehlte in der Rede die Verknüpfung von Bürger-Pflichten in einem Staat und multikultureller Realität. Die Verknüpfung lautet: Religionen sind in einem Staat dann konstruktiver Bestandteil, wenn sie sich gegenseitig unterstützen, statt sich zu bekriegen, da sie gemeinsam Menschen-freundliche Inhalte haben, die auf denselben historischen Quellen beruhen. Diese gilt es heraus zu stellen, um Menschen- und Tier-feindliches Geschehen in einem Land zu überwinden, unabhängig von der Herkunft der Täter.

Perverse Zivilisations-Krankheiten mit gewalttätigen und sehr grausam praktizierten Auswirkungen, Sodomisten-, Satanisten- und Sadisten-Clubs zum Beispiel, die im Geheimen agieren, Extremisten an den äußeren politischen Rändern, die an den mühsam errichteten Fundamenten der freiheitlich-demokratischen Ordnung sägen, potentielle Terroristen schon mit oder noch ohne entsprechend Hass-erfüllter Ausbildung, die alle, politisch oder religiös motiviert, das Leben Unschuldiger für ihre Ziele zu opfern bereit sind, organisierte Kriminalität, international gesteuerte Mafia, Wirtschafts-Kriminalität unter dem gesellschaftlichen Krebs-Geschwür namens Korruption, diktatorische Macht-Konzentrationen mit illegalen Macht-Ansprüchen und -Praktiken unter dem Deckmantel der Demokratie oder dem Schutzmantel einer Religion, Drogenhandel, Missbrauch der heiligsten und natürlichsten Eigenschaften des Menschen zu kommerziellen Zwecken, Missbrauch von Kindern, pervertierte Religion oder Ideologie, brutale Gewalt innerhalb von Familien und so weiter und so fort - die negativen Kräfte in unserer Gesellschaft wie auch in anderen westlichen, östlichen oder fernöstlichen Ländern sind so gewaltig, so erstickend, so beraubend, so rücksichtslos, so uferlos, dass säkularisiertes Rechtswesen und Läuterung durch alle Religionen offenbar nicht ausreichen, um das alles zu verhindern und einzudämmen.

Die Statistiken als Grundlage für die These, Deutschland schaffe sich ab, sind ebenfalls nicht gerade Menschen-freundlich, sondern grenzen ab und diffamieren, wenn sie selektiert sind und sachlich notwendige Statistiken gar nicht erstellt und selbstverständlich erst recht nicht ausgewertet wurden.

Grob geschätzt fehlen mindestens folgende Statistiken:

  • Wie viele Male wurde das Asylrecht aufgrund egoistischer Wähler-Stimmen-Kalkulation von Parteien durchlöchert, so dass die Falschen das Land überschwemmten?
  • Wie groß sind die Zahlen unschuldiger Immigranten-Familien, die aufgrund von Fehl-Entscheidungen deutscher Politik eine existenzielle Odyssee hinter sich haben und auf ein Abstell-Gleis geschoben wurden?
  • Wie groß ist die Anzahl qualifizierter Immigranten, die in Deutschland aufgrund falscher Politik ihrer Chancen beraubt wurden?
  • Wie groß ist die Anzahl derjenigen Familien, die aufgrund einer falsch verstandenen angeblichen Leitkultur, jetzt wieder das Schaukel-Pferd der Merkel, diffamiert und ausgegrenzt wurden? Anmerkung1

Ein Staat benötigt ein Menschen-freundliches Miteinander seiner Bürger, befreundete Staaten benötigen Politiker, die diesen Punkt unterstützen. Dann schafft sich keines der Länder ab, dann profitiert eines vom anderen und kann seine Kultur, inspiriert über seine Grenzen hinaus, aufblühen lassen.

Aufblühen? So wird in der derzeitigen National-Hymne denn gesungen: "Blüh im Glanze dieses Glückes". Die selektierte und nun vereinzelte, aus dem Zusammenhang gerissene dritte Strophe zeigt für sich genommen aber nicht, was nationales "Glück" bedeutet und warum die Nation in einem "Glanze" "blühen" kann. Somit ist die Isolierung eine Fälschung, die abstrakten Begriffe in der ersten Zeile ebenfalls eine blutleere Aufzählung, kitschiges Wunschdenken Anmerkung2, abstrakte Statik, die jeder interpretieren kann, wie er will. Die CDU mit Ost-CDU-Schlagseite der Merkel interpretiert: des glücklichen Volkes Einigkeit mündet in ihrer umgewandelten und zu unrecht als Volkspartei propagierten CDU. Was geschieht aber mit dem rechten Glück der CDU? Schwindsucht, Knochenschwund, Blutleere, die CDU läuft aus.

Die Nation-Hymne dagegen strotzt vor Leben in bestem nationalen Sinne, weil das patriotische Feuer von Hofmann von Fallersleben und die Zusammengehörigkeit der Strophen darin erhalten blieben, nationalistisch interpretierter Gehalt trotzdem entfernt wurde. Da wir zurzeit keine Vollblut-Politiker an der Spitze haben, kümmert sich niemand um den Text. Vielmehr zieht die heraus gerissene dritte Strophe die Blutleeren an, die mit politischer "Einigkeit", mit dieser herausgekehrten Eröffnung der National-Hymne, kulturelle Vielfalt liquidieren. Die sieben Strophen der Nationhymne werden gar nicht erst gelesen oder sie werden schön unzitiert ausgeschlachtet, wie seinerzeit durch Horst Köhler in seiner ersten Berliner Rede (die Presse reagierte erstaunt: "Horst WER?").

Statt kulturelle Vielfalt mit politischer "Einigkeit" zu liquidieren öffnet die siebte Strophe der Nation-Hymne die Perspektive der Welt:

Unsre Heimat tief im Herzen
reichen wir der Welt die Hand.
Menschenrechte, Würde, Wissen
sind das einigende Band.
Hohe Werte auf Terrassen
der Geschichte dieser Welt
wollen lernend wir erfassen!
Strahle Deutschland, strahl wie Gold!

Leider kommt man in einer Hymne um ein wenig Pathos nicht herum. Wer Deutschland würdigen will, kommt aber auch um die permanente historische Inspiration aus dem Ausland nicht herum. Menschen wie der medizinische Wissenschaftler Professor Klaus Heyne, der Deutschland in medizinischen Fachzeitschriften auch der USA blendend vertritt, pilgern noch heute auf den Pfaden Goethes, auf seinen Wanderwegen über die Alpen nach Italien, um die Inspiration von außen im Werk eines deutschen Dichters nachzuempfinden. Ich erwähne Professor Heyne, mit dem ich in Wiesbaden viele schöne Gespräche führen durfte, um ihn für seine Verdienste für das Bundes-Verdienstkreuz vorzuschlagen.

Inzwischen haben wir uns, lieber Leser, allein im letzten Absatz, von der Blutleere von oben weit entfernt.


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Anmerkung1

Besser der Begriff "Leitkultur" wäre gar nicht erst erfunden worden. Ein undefinierter vager Begriff soll Leitlinie werden. Menschen sollen wie von Blinden-Hunden geführt, geleitet werden. Was "Kultur" dann ist, wird von oben bestimmt. Das Wort wird ausschließlich von der staatlichen Regierung-Ebene auf die Leute herab geschickt. Niemals kam es von "unten", von den Bürgern selbst, auch nicht aus Theatern, Schauspielhäusern, Zirkuszelten, Film-Ateliers, Museen und Kunstausstellungen. Es kam immer aus dem Mund von Leuten an den Schaltstellen der politischen Macht, von denjenigen, deren Umfeld am laufenden Band in politische Skandale verwickelt ist, auch wenn diese vertuscht, verdeckt, verheimlicht und weg korrumpiert werden. Wir sehen ja dank mutiger Medien immer nur die Spitze des Eisberges. Dort waren Korruption, diktatorische Macht-Konzentrationen mit illegalen Macht-Ansprüchen und -Praktiken unter dem Deckmantel der Demokratie sowie Zockerei mit Milliarden in Landesbanken aufkosten des Steuerzahlers zu Hause. (3) Wo Landesbanken von der politischen Kommando-Ebene zu Leichtsinn mit fremden Geld in unvorstellbaren Dimensionen angestiftet, angeleitet wurden, von dort  kam auch das Wort "Leitkultur".



Anmerkung2

Berichte, Meldungen, Augenzeugen-Dokumente sind in der Regel wahr und wahrhaftig, wenn sie mit viel erfahrenem Leid verknüpft sind. Einige solcher Dokumente passen, auch wenn sie weit zurück liegen, gut in diese Diskussion hinein, über Integration mithilfe dieser schrecklich verlogenen "Leitkultur". Aus einem solchen Dokument, veröffentlicht im SPON, will ich zitieren. Es handelt sich um einen Bericht von Elie Wiesel, KZ-Überlebender in Buchenwald, um den letzten Satz, nachdem er die Befreiung durch die US-Amerikaner beschrieb:
Am zweiten Tag sah ich einen schwarzen US-Soldaten, der erstmals dieses ganze Elend im Lager wahrnahm. Er weinte und weinte hemmungslos - und verfluchte die Nazis zugleich.
Das Nürnberger Kriegsverbrecher-Tribunal gegen Nazi-Größen unter-mauerte seine Anklagen mit Tonnen von Belegen. Die Akribie war überhaupt einzigartig. Trotzdem wurden die Urteile von deutschen Gerichten nie anerkannt. Den oben beschriebenen Schwarzen würde ich als "besonders wertvoll" hinsichtlich seiner Menschlichkeit einstufen, die deutschen Gerichte in gleicher Hinsicht als schäbig. Die Urteile müssen anerkannt werden. Nicht andere, nein die Deutschen selbst benötigen eine Art Leitkultur des Anstands.


(3)
Nun auch die Sachsen LB; heute, am 11/Sept/2001, wird über sie berichtet.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Affen-Grippe, die Dollar-Pandemie



Affen-Grippe Dollar-Pandemie





Barack Obama ist kein Affe. vielmehr ein Teleprompter-President. Er wird durch die neue Gesundheits-Reform, die er durchgesetzt hat, geprüft. Ein ärztliches Universitäts-Team hat die wissenschaftliche Prüfung übernommen. Deutlich sind Drähte mit Zahlen zu erkennen, die mit seinem Hirn verbunden sind. Ähnlichkeiten mit dem leidgeprüften Rhesus-Affen zwecks Medikamenten-Versuchen wären rein zufällig. Eine solche Ähnlichkeit streitet die Schreibwerkstatt vRhein strikt und kategorisch ab.

Die Schweine-Grippe, so die Diagnose, ist nichts gegen die Affen-Grippe. Kein Wunder, dass sich die Schlauen an den Gesundheits-Steuern, sprich Zwangs-Beiträgen, hochhangeln wollen. Wo Geld sowieso fließt, da können hinterher die Kosten- und Personal-Schrauben beliebig nach oben geschraubt werden. Sozialisierungs-Systeme tendieren dazu, den freien Markt zu stören und ungerecht zu werden. Der ohnehin schon geschröpfte Bürger tappt regelrecht in eine Falle. Sozialisierung als Ausrede für indirekte Steuern, Zwangs-Geld-Regen, kommt so gut wie immer den Falschen, den Abzockern, zugute.

5. Obama und die Gesundheit-Reform. Warum gerade jetzt, wo eine komplette junge Generation kriegsgeschädigt und traumatisch nach Hause kommt, Übergewichtigkeit ganz allgemein fast die Regel ist, Existenz-Ängste aufgrund Banken-Krise und Kredit-Verschuldung zunehmen und aus diesen Gründen die Volksgesundheit am Boden liegt, der Krankheitspegel noch nie so hoch war und noch höher sein wird? Ein gesundes Volk mit allgemeiner Kranken-Pflicht-Versicherung mag noch angehen. Aber ein krankes Volk Pflicht-versichern?? Das muss schief gehen. Parasitäre Krankenkassen, Ärzte, Kliniken und Juristen werden den Volks-Körper auszehren. Wie oben schon erwähnt, die Kosten- und Personal-Schrauben lassen sich hinterher ausnutzen. Gegen die kleinen Schritte der Abzocke ist das System machtlos, weil die Kongress-Hürden, in Deutschland entsprechend die parlamentarischen Hürden, genommen wurden und grundsätzliche Entscheidungen sehr schwer, wenn überhaupt, rückgängig gemacht werden können. Das Konzept ist Bürger-feindlich. Bürger-nah wäre Vermögens-Bildung beim Bürger, so dass er sich Fürsorge jeglicher Art auf dem freien Markt leisten kann.

6. Obama, Sicherheit und Kampf gegen den Terror - in Afghanistan ja, im eigenen Land lax bis nein? Die CIA als geheimer Förderbund des Terrorismus, um mit ihm zu wachsen? Fast könnte man diesen Verdacht schöpfen, da Informationen gegen Terrorakte gelegentlich einfach nicht weiter gegeben werden. Praktisch. Ein kleines Explosiönchen hilft dem Etat der CIA gewaltig auf die Sprünge.

7. Die Geldschwemme der USA: sie drucken und drucken, um noch wohl ein letztes Mal den Weltwährungs-Status auszunutzen und andere Länder die Dollarschwäche, die inflationär wird, bezahlen zu lassen. Man beachte zum Beispiel den rapiden Verfall des englischen Pfund. Obama setzt auf "nach mir die Sintflut".

Nachtrag am 4/Januar/2010: Sie drucken, "kaufen" das meiste gedruckte Geld gleich selbst auf und haben dann die "Repros" mitsamt der Zinsen gratis. Wenn erst herauskommt, dass der Staat sich selbst bedient, rutscht der Dollar noch viel weiter ab. Jetzt weiß ich erst, wie richtig meine vorherige Persiflage von Obama war, weil er ein Schwert führt, das sich gegen ihn selbst und gegen die USA herumkrümmt.

Offenbar lag ich mal wieder goldrichtig mit meiner frühen Kritik am vielumjubelten Obama! Aber dazu müsste man die genauen Datierungen meiner Kolumnen beachten. Das ist den meisten Leuten dann gänzlich unmöglich. Sie kommen über zwei Sätze Lesen nicht hinaus, dann greifen sie zu Naschereien und setzen sich in den Fernsehsessel, auch diejenigen, die der Text eigentlich etwas angeht, zumal sie von Steuergeldern ein Luxusleben führen.

8. Die USA führen Krieg, auch auf dem Finanzsektor. Erst mit unlauteren Deviraten, dann mit Gelddrucken. Ohne Rücksicht auf andere Länder. Die Führungs-Riege in Deutschland ist so dämlich, sich an den USA orientieren zu wollen. Die Reden von Kanzlerin Merkel und Staatsoberhaupt Bundes-Präsident Horst Köhler wirken wirr und orientierungslos. Die fatalen Fehler der staatlichen Schuldenpolitik nach US-Vorbild, aber ohne selbst Geld drucken zu können, hat unsere liebe Staats-Führung zu verantworten. Wir hätten in unserer Lage Charaktere wie Konrad Adenauer gebraucht. Sie gibt es nicht mehr. Wen haben wir nun? Ende des Nachtrags.

Falsch waren offenbar auch Fehleinschätzungen zu George Bush Junior, dem vorherigen Präsidenten.


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Nachtrag 27/Juli/2011

Punkt 6 entwickelte sich positiv. Bin Laden wurde eliminiert. Obama machte den CIA-Chef zum Verteidigungsminister und nahm ihn in die politische Verantwortung, ein kluger Schachzug. Die anderen Punkte aber führten nun in eine Staatskrise, die sich in kurzen Worten so formulieren lässt:

Sie sind finanziell am Ende und betteln darum, neue Schulden aufzunehmen. Das Imperium lebt auf Pump. Die Munition geht aus. Parteien-Streit am Rande des Staats-Bankrotts lähmt die Nation. Eine Abwertung der Kredit-Würdigkeit der USA steht unmittelbar bevor. Alle meine Warnungen waren für den Wind, hatten jedoch wohl den positiven Effekt, das die deutsche Regierung vorsichtiger mit dem "Vorbild" USA umging und eigene Wege einschlug.

Ich will nicht schadenfroh sein. Die Entwicklung hat auch etwas Erfreuliches: Präsident und Kongress können es sich einfach nicht mehr leisten, die Erde mit ihrer militärischen Präsenz zu überziehen und Interessen mit bewaffneten Konflikten zu vertreten, dafür "Demokratie" vorzuschieben. Sie können ihr Schulden-Problem nur in den Griff bekommen, wenn sie sich zu einer "normalen" Nation entwickeln, die sich in erster Linie um seine Bürger kümmert und ihre Kräfte auf zwei Schwerpunkte konzentriert: Handel und Sport.

Die USA sind nicht "arm". Das Privat-Vermögen explodiert, Sozial-Abbau steht dem entgegen. Die Regierungen, die Staaten, sie sind unterschiedlich "arm". Sie können die internen Aufgaben nicht mehr voll erfüllen und riskieren Kredit- und Glaubwürdigkeit mit angeblich schweren Folgen für die Weltwirtschaft. Das bleibt abzuwarten. Ich meine eher, andere Länder werden daran gesunden.

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NEU:
Hierzu, verfasst am: 28 Jul 2011 15:34, siehe die aktuelle Analyse.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Barak Obama in der Affen-Testphase - für den Krieg in Afghanistan





Obama zwischen Testaffen, Zwangs-Krieg, Marines und Endsieg


Der von mir prognostizierte schnelle Abzug der US aus Afghanistan soll vorher schnell noch mit einem Pseudo-Sieg ohne Gesichtsverlust geschminkt werden. Das obere Bild ist ohne Gesichtsverlust, das untere kennzeichnet den Umgang mit Tieren und Soldaten im humanitären Westen der Menschenrechte.

Da der Zeitpunkt des Abzugs, nämlich 2011, gleich genannt wurde, werden sich die Taliban in ihre unterirdischen Verstecke zurückziehen und abwarten, bis der Feind verschwunden ist. Sie können sehr lange warten. Der asymmetrische Feldzug der westlichen Alliierten stößt wieder einmal ins Leere. Obama macht es falsch. Die verbündeten Staaten sollen ihm folgen. Was er falsch macht, steht hinter den Zahlen 1 bis 4, siehe unten.

Gegen die Asymmetrie wurde bisher kein Mittel gefunden. Im Interternet-Schreibtisch vRhein wurde nicht nachgeschaut. Dort ist die Strategie "Moskito-Schlacht" zu finden, anzufordern, zu studieren. Nur sie garantiert, dass aus einer Niederlage gegen den organisierten Fundamental-Terrorismus der Taliban und der Al Qaida ein Sieg werden kann, der mit viel weniger Risiko und mit viel weniger militärischen Mitteln dauerhaft errungen werden kann.

Nun ja, das Wort "Moskito-Schlacht" wurde ignoriert. Man ist nicht interessiert. Ich werde die Strategie aber auch nicht verraten. Sonst würde auch in diesem Fall das Copyright wie üblich verletzt werden. Davon habe ich allmählich die Nase voll. Ich habe genug vom kriminellen Diebstahl meiner Ideen und Analysen. Der Diebstahl entsteht, wenn beraubend verwertet wird, ohne zu zitieren. Im Falle der "Moskito-Schlacht" gibt es allerdings nichts zu zitieren. Die Analyse, was der Westen im Irak und in Afghanistan bisher falsch gemacht hat, bleibt verschlossen. Geöffnet bleibt, was die Bundesrepublik Deutschland und ihr Parlament falsch gemacht haben, nämlich die Vermischung von ziviler Hilfe und Militäreinsätzen, so dass jetzt die zivilen Hilfsorganisationen von der Gegenseite zum Militär gezählt werden, es ist alles zu finden im VIAGRA-Parlament.

Die "Moskito-Schlacht", eine ausgearbeitete Strategie, die anders ist, wird hier also nicht ausgebreitet, kann aber angefordert werden. Die Kardinal-fehler 1-4 werden dagegen im folgenden genannt. Es tut mir leid, dass sich das positive Bild Obamas am Anfang mittlerweile geändert hat:

  1. Seine Rede in Kairo und seine Truppen-Verstärkung in Afgha-nistan widersprechen sich in den Augen der gesamten islamischen und größtenteils auch der übrigen Welt.

  2. Obama weckte Erwartungen, erhielt den Friedens-Nobelpreis, setzt aber die Bush-Politik fort. Nachtrag ein paar Stunden nach meiner Diagnose, ein Spiegel-Online Kommentar mit dem Titel "Der Kriegsnobelpreisträger" anstelle des Friedensnobelpreis-trägers.

  3. Seine Schulden-Politik verstärkt die globalen Abhängigkeiten der USA im weltweiten Finanznetzwerk einschließlich islamischer Ölstaaten, unterminiert die Kreditwürdigkeit der USA und macht den Leitwährungs-Dollar zu einem Schreck-Gespenst.

  4. Seine Militär-Politik ist falsch, da es wesentlich bessere Alternativen gibt. Zum Beispiel wurde unter dem Begriff "Die Moskitoschlacht" eine solche Alternative im Internet-Schreibtisch vRhein angeboten, die auf Verteidigung aufbaut und statt auf Aggression auf kluge Positionierung setzt. Das Ergebnis seiner Politik wird jedoch sein: mehr Taliban, mehr Al Qaida, mehr Terror, mehr "Asymmetrie" zulasten des Westens - schlicht eine Katastrophe mit unabsehbaren Folgen, da islamische Terror-Organisationen demnächst atomare Sprengkraft in ihren "Heiligen Krieg" einbinden werden.

In einem Nachtrag am 6/Juni/2009 zur Kritik der Rede Obamas in Kairo schrieb ich bereits: "Der fundamentalistische Islam, der verdrängt, Gewalt nicht ausschließt, hängt historisch in der Luft (Anmerkung: weil die große islamische Bibliothek in Cordoba zerstört wurde), kann daher radikale Formen entwickeln. Gegen sie richtete sich Obama, indem er seinen Krieg in Afghanistan/Pakistan rechtfertigte. Dieses Engagement, das mit dem 11. September 2001 zusammenhängt, könnte in Zukunft die Achillesferse seiner Politik sein."

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NEU:
Hierzu, verfasst am: 28 Jul 2011 15:34, siehe die aktuelle Analyse.

Samstag, 27. Juni 2009

Der Konjunktur-Schulden-Hasardeur



Präsident Obama will den Schulden-Teufel mit dem Beelzebub austreiben

Nach den Finanzmarkt Betrügereien, getoppt vom kriminellen Schneeball System des unaufhaltsam aufgestiegenen Azuro Hui Madoff, scheint nun der nächste Coup der USA zu drohen, hatte ich Mitte Dezember 2008 geschrieben und gestern neu kommentiert. Nun bestätigt ein Spiegel-Online Kommentar fünf Irrtümer der Obama-Regierung.

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Nachtrag am 8/Juli/2009 3:00 +1

Die Debatte um Staatshilfen in der Krise hat erneut Sorgen über die Lage der US-Wirtschaft geschürt. Laura D'Andrea Tyson, eine Beraterin des amerikanischen Präsidenten, schlug bei einem Seminar in Singapur ein zweites Konjunkturprogramm vor. Die USA sollten für den Notfall weitere Schritte zur Ankurbelung der lahmenden Wirtschaft planen, zumal diese in einem schlechteren Zustand sei als von der Regierung zunächst angenommen.

Doch die Diskussion über ein neues Konjunkturprogramm sei ein Vertrauenskiller, meinte Joseph Battipaglia von der Investmentbank Stifel Nicolaus: "Das würde bedeuten, dass wir eine Billion Dollar zusätzliche Schulden haben, ohne dass wir dafür etwas vorweisen können."

Weitere Meldungen trugen zur Sorge um einen wachsenden Schuldenberg bei: In den USA steigt die Zahl der Arbeitslosen, die wie noch nie zuvor ihre Kreditkartenschulen nicht rechtzeitig begleichen können. Nach Angaben des US-Bankenverbandes ABA stieg die Ausfallquote im ersten Quartal auf das Rekordniveau von 3,23 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Einführung der Statistik 1974.

Hellseher möchte ich nicht sein. Der Internet-Schreibtisch hat jedoch immer wieder bewiesen, Entwicklungen rechtzeitig, wie hier verfasst am: 25 Jun 2009 08:44, erkannt und auf den Punkt gebracht zu haben. Diese Qualität macht die illegal heimliche Weiterverwertung des Internet-Schreibtisches vRhein seitens spezialisierter Regierungs-Stellen seit 2001/2002 brisant, siehe dazu den Copyright-Vermerk, nun wiederholt im Impressum des Solidar-Gesellschaft-Portals unten.


Nachtrag am 03/März/2011

Diesmal stelle ich ein Zitat aus einem Spiegel-(Online)-Bericht voran, dass die oben beschriebene Weitsicht bestätigt:
Chinesische Unternehmen handeln zurzeit oft in Dollar, sie sind dadurch abhängig von den Entscheidungen der US-Notenbank Fed, zahlen bei einem steigenden Ölpreis drauf und müssen höhere Transaktionsgebühren als nötig berappen. Das soll sich jetzt ändern.
Langfristig will die Volksrepublik sogar noch weiter gehen. Sie will den streng reglementierten Yuan schrittweise in eine frei konvertierbare Weltwährung aufbauen.
Aktuell lässt die Volksrepublik kaum Yuan aus dem eigenen Land heraus und überwacht innerhalb der Grenze alle legalen Kapitalströme. Chinesische Exporteure müssen einen Großteil ihrer Euro-, Yen- oder Dollar-Einnahmen zu einem festen Kurs in Yuan umtauschen. Ausländische Unternehmen, die in China Geschäfte machen wollen, müssen dies in Yuan tun; tauschen können sie ihr Geld nur in der Volksrepublik. Touristen dürfen maximal 20.000 Yuan ein- und ausführen. Ein internationaler Yuan-Markt kann so nicht entstehen - und damit kein auf Angebot und Nachfrage basierender Wechselkurs.
Die Zentralbank in Peking hatte schon in der Vergangenheit immer wieder auf eine Neuordnung des Währungssystems gepocht. Jüngst hatte der chinesische Präsident selbst den Dollar klein geredet. Das Dollar-dominierte internationale Währungssystem sei ein "Produkt der Vergangenheit", teilte er unmittelbar vor einem wichtigen Staatsbesuch in Washington mit.
Leitwährungs-Wechsel hätte weitreichende Konse-quenzen
Sollte der Dollar als Leitwährung abgelöst werden, drohen den USA weitreichende Konsequenzen. Bislang gilt die US-Währung als Weltreservewährung. Kommt es in anderen Ländern zu Krisen, schichten viele Anleger Kapital in den Dollar um. Amerika kommt dadurch stets leicht an Geld - zu niedrigen Zinsen. Sollte nun der Yuan zur Weltreservewährung werden, würde die Finanzierung des US-Haushaltsdefizits schwieriger und teurer.
Die USA sind von China finanziell enorm abhängig. Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass Amerika bei China weit mehr Schulden hat als bislang angenommen. Die Volksrepublik halte US-Anleihen im Wert von 1,16 Billionen Dollar, gab das US-Finanzministerium am Montag bekannt - gut ein Drittel mehr als noch Mitte Februar veranschlagt.
Die US-Regierung kämpft mit gewaltigen Schulden-Problemen. Ende Dezember 2010 hatte die Staatsverschuldung die Marke von 14 Billionen Dollar überschritten. Das sind beinahe 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Angesichts dieses Monsterdefizits hält Wirtschaftsexperte Barry Eichengreen es für wahrscheinlich, dass Amerika bald eine ähnliche Schuldenkrise wie Europa durchlebt. Weil es nicht möglich sei, "in diesem Land über Steuererhöhungen zu reden, werden die USA das Vertrauen der Investoren verspielen", sagte Eichengreen dem SPIEGEL.

Die Entwicklung verläuft dramatisch. Sie wurde, unter anderem, und weiter anderem, von mir hier, klick auf diesen Link, beschrieben. 

Donnerstag, 2. April 2009

Globale Finanz-Krise - Philosophie des Geldes


In die Dollar-Druckmaschinen kommen erst einmal die Schwänze

Gewaltige Mengen von Schuld-Derivaten aus den USA ohne reale Inhalte wurden als verunklärte Pakete mit gelogenen Gewinn-Versprechungen schneeballartig und betrügerisch in den Finanzmarkt gepumpt, von gekauften Rating-Agenturen behandelt und von gierigen europäischen Privatbanken, Landesbanken und System-Banken in Massen aufgekauft, um sie ungeprüft gewinnbringend an Ahnungslose weiterzuempfehlen. Dieses war der erste Streich.

Nun werden einfach Dollar gedruckt, die Leitwährung Dollar ausgedünnt, damit andere Staaten wie China und die vereinigten Emirate, auch Russland, indirekt die Schulden-Politik der USA mitbezahlen. Sie alle wollten an den Zinsen von US-Staatsanleihen verdienen und Bank spielen. Dieses ist nun der zweite Streich.

Das schlaue Finanz-System der USA soll nun den derzeitigen G-20-Finanz-Gipfel möglichst unbeschadet überstehen. Dieses ist der dritte Streich.

Zur Erinnerung oben und unten und auch hier und auch dort! Und nicht vergessen auch dies!






Samstag, 31. Januar 2009

Faule Kredite kommen auf Europäische Bad Banks


Buy daddy buy
Faule Kredite kommen auf Europäische Bad Banks

Ach so! Es hätte mich auch gewundert, wenn mich meine Nase in den letzten Tagen auf eine falsche Fährte geführt hätte. Protektionismus ist also der Pferde-Fuß der US-Hilfs-Pakete, eine patriotische Klausel für die US-Wirtschaft, Stärkung für den eigenen Arbeits-Markt. Spiegel Online Bericht soeben

30.01.2009 US-KONJUNKTURPAKET - "Buy American"-Klausel beunruhigt deutsche Wirtschaft. Von dem milliardenschweren US-Konjunkturprogramm soll möglichst wenig Geld ins Ausland fließen.

Hand in Hand damit geht eine Stärkung der Gewerkschaften, um die Kredit-Fähigkeit der US-Konsumenten wieder ins Lot zu bringen. Das Ausland hingegen hat noch keine Wirtschafts-Barrieren zusammen mit seinen Konjunktur-Paketen aufgerichtet. Daher waren die Anstreng-ungen in den USA "getürkt". Auf der Welt-Wirtschafts-Konferenz kam diese Art von Patriotismus zu früh ans Tages-Licht. Die USA hätten sie gerne noch eine Weile geheim gehalten.

Die Patria-Protektions-Welle der USA trifft Europa hart, weil sich unser Staatenbund konstitutionell noch nicht formiert hat, und besonders das Export abhängige Deutschland, das dem Patriotismus der USA nichts entgegen zu setzen hat. Bürger werden stattdessen unfrei gemacht und wie unmündige Objekte behandelt. Jede Patriotismus Disskussion, wie gestern im TALK BEI MAYBRIT ILLNER, bringt nur Gebabbel hervor. Der Bundes-Präsident konstatiert sogar eine deutsche Identität, die regelrecht falsch ist Anmerkung1. Nicht einmal ihre Identität, ihre Eigenschaften, haben die Deutschen gefunden, legt man den Maßstab beim Präsidenten an.

Protektionismus anderer Länder wird folgen Anmerkung2. Das Export-Land Deutschland kann sich dann nur noch warm anziehen, die Wirtschafts-Eiszeit kommt, und außerdem den Gashahn zudrehen, der einen Teuerungs-Schub von 25 Prozent durch die Leitungen in die Wohnungen blies. 

Anderes Ungemach droht der Wirtschaft in Deutschland durch Verstaatlichungen, Herr Streinbrück bastelt an den Banken
10.02.2009 Spiegel Online: GRANTELNDER EX-MINISTER - Glos giftet gegen Merkel und Steinbrück. Die Gründe für den Rückzug von Wirtschafts-Minister GLos aus dem Amt seien mannigfaltig, hieß es. Der wesentliche Grund sei die Diskussion über die Enteignungen von Banken gewesen. Dieses Vorhaben habe Glos nicht mehr als Regierungsmitglied mitverantworten wollen. Anmerkung3
das Parlament verabschiedete einen Gesundheits-Zangs-Fond, univer-selle GEZ schreitet weiter voran, der Staat engt seine Bürger mit immer mehr Zwangs-Jacken ein, alles das Gegenteil von jeder Art patriotischer Gesinnung, die immer freiheitlich ist.

Barack Obama konnte Wähler-Massen motivieren und begeistern, ein ganzes Land aktivieren. Ein neuer US-Patriotismus ist die Folge, ein neues Selbstwert-Gefühl der US-Amerikaner. Europa wollte davon ein wenig profitieren. Deutsche wollten einen Heiland. Die deutsche Regierung dagegen engt ihre Bürger immer mehr ein, mit Gesetzen, Neben- und Zusatz-Steuern, mit Kontrollen bis in die Wohnungen und den privaten Bereich. Die USA finden zum Land der Freien zurück. Deutschland erfindet die DDR neu. Jede unbedenkliche patriotische Möglichkeit wird im Keim erstickt. Der kultur-patriotische Internet-Schreibtisch vRhein ist isoliert und im Abseits, seine Nation-Hymne eine Mond-Hymne für ein Mond-Deutschland, das zwar wünschenswert wäre, das es aber nicht mehr gibt.

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Anmerkung1

„Verantwortung aus der Schoah Teil der deutschen Identität“ sagte Horst Köhler am 27.1.90, als der Bundestag der Opfer des National-Sozialismus gedachte. Verantwortung kann niemals Teil einer Identität sein, denn sie ist keine Eigenschaft. Zur deutschen Identität, den Eigenschaften der Deutschen, gehören hingegen die Charakter Züge von Menschen, die sich einer Hitler Adaption und einer leugnerischen Geschichts-Fälschung der Schoah verschreiben. Sie leben HEUTE! Sprachliche Fehler werden gemacht, wenn die Gesinnung gelogen ist.

Anmerkung2

Nun hat Barack Obama einen diplomatischen Rückzieher gemacht, wie heute, am 4/Febr/09 berichtet wird. Das bedeutet nach außen: kein Protektionismus, für mich bedeutet es: offiziell kein Protektionismus, unter der Bett-Decke aber schon. Obama "verpatzte" nach eigenen Worten die Nominierung seines Gesundheits-Ministers mit der richtigen Person. Außenpolitisch versuchte der Iran sofort, das Macht-Vakuum eines offenbar schwachen Präsidenten zu füllen und schoss seinen ersten Spionage-Satelliten mit eigener Träger-Rakete in den Orbit. Auftanken im Bet-Kreis, kann ich nur raten!

Anmerkung3

Michael Glos hätte sich äußern müssen. Für seine Überzeugungen steht man ein, auch gegen einen momentanen Trend. Stattdessen stand seine verschwiegene Überzeugung hier im Internet-Schreibtisch vRhein. "Anderes Ungemach droht der Wirtschaft in Deutschland", steht da oben. Zusätzlich wurden auch das Modell von Bürger-Banken mit oder ohne einen Bürger-Rat erstmals beschrieben und die notwendigen wirtschaftlichen Freiheiten betont. Verstaatlichung sei das falsche Konzept, Konkurrenz das richtige. Herr Glos hätte hier also Forumulierungen finden und zitieren können. Warum hat er geschwiegen? Die besseren Argumente waren auf seiner Seite.

Dienstag, 27. Januar 2009

Vergleich Aussage Barack Obama 27/01/2009 und micha vRhein 13/11/2001


Good luck! بالتوفيق!


Spiegel Online berichtet soeben:
Washington - Barack Obama setzt auf den Dialog mit der muslimischen Welt. In einem Interview mit dem arabischen Sender al-Arabija hat sich der US-Präsident an die Muslime gewandt. Seine Aufgabe sei es zu kommunizieren, dass die USA ein Interesse am Wohlergehen der muslimischen Welt hätten, sagte Obama. "Wir machen manchmal Fehler. Wir sind nicht perfekt gewesen." Aber wenn man auf die Vergangenheit zurückblicke, auf den gegenseitigen Respekt und die Partnerschaft, die Amerika noch vor 30 oder 40 Jahren mit der muslimischen Welt gehabt habe, "gibt es keinen Grund, warum wir das nicht wiederherstellen können".

Den entscheidenden Satz habe ich fett hervorgehoben. Am 13.09.2001 um 22:09 schrieb ich nämlich in meinem Thema "Terroranschläge New York - Krieg?", unter meinem damaligen Internet-Namen vonRhein, ich zitiere mich selbst:

Die USA sollten etwas ganz Überraschendes tun: Sie sollten die verantwortliche arabische Welt befragen, was sie falsch machen, wo genau sie religiöse Gefühle verletzen - weil sie dies nicht beabsichtigen. Danach sollten sie Konsequenzen ziehen. Vor allem sollten sie zum Ausdruck bringen: Wir achten den Islam wie andere Religionen auch, in unserem eigenen Land und auswärts. Mit anderen Worten: militärische Aktionen müssen verschoben, die muslimische Welt erst einmal gewonnen werden. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als nach diesem scheußlichen und für alle Religionen menschenunwürdigen teuflischen Terroranschlag gegen Unschuldige.

Damals gab es weder Spiegel Online noch die vielen Kommentar-Abfragen in Internet-Magazinen. Damals, ab 1998, war mein Gedanke, den vonRhein-Internet-Schreibtisch für datierte Kommentare zu nutzen, in seiner Konsequenz einmalig und blieb es auch eine zeitlang. 

Die Übereinstimmung vonRhein (= micha vRhein) am 13.09.2001 und Barack Obama am 27.01.2009 überrascht mich nun aber. Möglicher-weise muss ich so einiges aus der Vergangenheit hervorholen. Wieviel in den ganzen Jahren bis heute wäre wohl anders verlaufen, wenn mein einfacher Satz schon damals und nicht erst heute von einem US-Präsidenten geteilt worden wäre? Zu Beginn dieser sich anbahnenden Retrospektive zitiere ich noch gleich meine Reaktion, eine Stunde nach den Live Bildern vom 11.September 2001, die im Deutschen Fernsehen ständig wiederholt wurden:

Verfasst am: 11.09.2001 - 19:05 Titel: Terroranschläge New York - Krieg? 
Wir leiden mit den Opfern, den Familien, den Verletzten. Die Anschläge wären vergleichbar mit Pearl Harbor. Aber diesmal sind Zivilisten das Ziel. Der Gegner ist schwer zu fassen. Krieg gegen den Terrorismus und gegen Länder und Staatsführungen, die diesen unterstützen, wird nun die Zukunft bestimmen. Nichts wird wieder so sein wie vorher. Das gilt für die gesamte freie Welt. Zu lange hat man sich gehen lassen, allein wirtschaftliche Aspekte bevorzugt, zu lange hat man zugesehen, wie Terrorismus erfolgreich war, hat kein Erbarmen mit Zivilbevölkerung empfunden, keine innere Haltung aufgebaut, Werte, die unsere Zivilisation ausmachen, beiseitegeschoben. Zu lange hat man die Ghadafi, Taylor, Ben Laden, Saddam Hussein gewähren lassen, Zivilbevölkerung regelrecht im Stich gelassen, ihnen keinen Halt im Sinne einer irdischen Gerechtigkeit gegeben. Die terroristischen Führer konnten Systeme des Terrorismus entwickeln, Gleichgültigkeit ließ sie gewähren, allenfalls störte die eine oder andere Spurensuche von Experten. Das war zu wenig. Die westliche Welt muß schlichte, erschreckend einfache, überaus naive menschliche Tugenden wieder neu entdecken und versuchen, sie für sich zurückzugewinnen. 
micha  (Diese Nachricht wurde geändert von: vonRhein am 11.09.2001 , 19:15)

Damals, unmittelbar nach den Anschlägen, war der beste Zeitpunkt, heute gibt es andere Möglichkeiten. Die Chance von damals ist nicht mehr die Chance von heute. Obama hält den Kreuzzug an. Das allein wird ohne große Wirkung bleiben. Muslime haben keinen Papst, sie haben Allah. Die "muslimische Welt" als Ansprech-Partner gibt es nicht. Jede Ansprache an Muslime muss Allah einbeziehen, anders geht es nicht mehr. Wie ein apostolischer Christ dieses Kunststück hin bekommen kann, Allah einzubeziehen und trotzdem Evengelien treu zu bleiben, steht in den Sternen. Wie ein DEHist das schaffen würde, wäre mir klar. Er täte es einfach, weil auch religiöse Irrwege, vor allem dann, wenn sie auf historischen Schriften beruhen, menschlich sind. 

Die Eintritts-Karte für einen friedlichen Dialog wäre zum Beispiel der Satz: "Allah ist groß, er wird Frieden bringen, um sein Himmel-Reich auch schon auf Erden erleuchten zu lassen." So oder ähnlich könnte ein erfolgreicher Dialog beginnen. Erst weit danach kann Christus als ein Bote für Gewaltlosigkeit seine Kraft entfalten. Leider fehlt diese Einsicht im Bet-Kreis Obamas.

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Nachtrag am 6/Juni/2009 mit einem Auszug aus Spiegel Online zur Kritik der Rede Obamas in Kairo von gestern.

In seiner historischen Rede über einen Neuanfang mit der islamischen Welt ist US-Präsident Barack Obama in Kairo nach spanischen Medienberichten ein Irrtum unterlaufen. Als Beispiel für das friedliche Zusammenleben von Muslimen, Christen und Juden habe Obama "al-Andalus" erwähnt. So bezeichneten die Muslime die Iberische Halbinsel, über die sie in großen Teilen fast 800 Jahre lang herrschten. Die Blütezeit des Kalifats von Cordoba war im 10. Jahrhundert. Der US-Präsident habe diese Epoche in seiner Rede am Donnerstag jedoch in die Zeit der Inquisition verlegt, die in Spanien erst 1478 von den Königen Ferdinand und Isabella eingerichtet worden war, schrieb die konservative Zeitung "ABC" am Freitag.
Am 10 Jul 2005 13:59 der Internet-Schreibtisch:

Die Möglichkeit eines friedlichen Nebeneinander (Muslimen und Christen friedlich nebeneinander) wurde lange Zeit im spanischen Cordoba vorgelebt. Dieses Beispiel gilt es heraus zu stellen, dem Islam mit psychologischem Geschick eine Portion Extrarespekt entgegen zu bringen und "Provokationen" aus der Sicht des aufgebrachten Islam eher abzubauen. Eine solche Geste wäre für Deutschland in Afghanistan jetzt an der Zeit. 

Die falsche Politik Schröder/Fischer geht jedoch dahin, international größen-wahnsinnig zu werden und sich Mitglied-schaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen durch das Engagement in Afghanistan erkaufen zu wollen - aufkosten der deutschen Bürger, die diesen Ehrgeiz der Aufgeblasenen teuer bezahlen müssen. Dieses Kalkül geht nicht auf, beide Politiker blitzen in den USA ab.

Obama hielt seine Rede in Kairo frei. Kanzlerin Merkel musste einige wenige Worte beim gestrigen gemeinsamen Besuch des Vernich-tungslagers Buchenwald ablesen. Nicht einmal ein solcher Ort lcckte frei gesprochene Emotionen heraus. Im gewissen Sinne "blitzt" Merkel ebenfalls ab. Deutschland wird diplomatisch feinfühlig und ohne Konfrontation von Obama herabgestuft.

Zum kulturellen Erfolgsmodell der muslimischen Zeit Spaniens, ausgehend von Cordoba, christliche und muslimische Ritterschaft respektvoll nebeneinander, hatte ich mich schon vor 2005 geäußert. Zu bedenken ist allerdings, dass die große islamische Bibliothek in Cordobe völlig zerstört wurde. Sie enthielt Weisheiten des Zusammenlebens, die heute fehlen. Der fundamentalistische Islam, der verdrängt, Gewalt nicht ausschließt, hängt historisch in der Luft, kann daher radikale Formen entwickeln. Gegen sie richtete sich Obama, indem er seinen Krieg in Afghanistan/Pakistan rechtfertigte. Dieses Engagement, das mit dem 11. September 2001 zusammenhängt, könnte in Zukunft die Achillesferse seiner Politik sein.

Also bestehen deutliche Übereinstimmungen zwischen Obama und dem Internet-Schreibtisch, die belegbar sind. Dagegen gibt es wenig Übereinstimmungen zwischen Obama und Steinmeier, dem deutschen Außenminister, der Empfehlungen der USA selbst in der Bush-Ära in den Wind geschlagen hat, einen unschuldig in Guantanamo Inhaftierten nach Deutschland zurück zu holen. Sein Statement zu Obama sieht so aus, wie soeben in der Deutschen Welle gesehen: "Ich habe Obama als einen Mann kennengelernt ..." Nur dieser Rede-Anfang sagt schon alles. Steinmeier benutzt Obama für Eigenpropaganda zwecks bevorstehender Wahlen, stellt sich an den Anfang mit "Ich".

Donnerstag, 22. Januar 2009

Obama kann Vorbild sein. Mehr Kommunikation könnte für den Internet-Schreibtisch vRhein sinnvoll sein.



Wer unkt die Zukunft, Anmerkung1?

Meine bisherige Kommunikation zum Beispiel in Skype oder Yahoo Clever diente zur Kontrolle schriftstellerischer und journalistischer Internet-Arbeit. Das Konzept Obamas rüttelt auf. Er hat Millionen Menschen über das Internet für sich und seine Ziele aktiviert.

In meinem Beiträgen zu Obama, vor seiner Wahl, deutete sich schon an, das es viele inhaltliche Übereinstimmungen gibt, die nun den Internet-Schreibtisch vRhein indirekt auszeichnen, nachdem Obama erfolgreich war und Präsident wurde. Die neuen Richtlinien stimmen mit meinen jahrelangen Forderungen überein. In Deutschland traf ich auf taube Ohren, in Amerika verwirklicht sich nun ein ähnliches Gesamt-Konzept. 

Es wurde hier in einsamer Ecke über Jahre, seit etwa 2000, verwirklicht. Offenheit und Öffentlichkeit waren das Konzept, instantane Kritik nach Ereignissen, Entwicklung von Konzepten aufgrund dieser Ereignisse in einer Art Ein-Mann-Denkfabrik mit einer neuen Auffassung politischer Offenheit und Bürger-Nähe Anmerkung2. Das Wort instantan, das ich gelegentlich benutzte, findet sich in einer heutigen Beschreibung des Internet Portals Twitter, ein Instant-Portal, das Obama neben Facebook und MySpace genutzt hat Anmerkung3

Mein Marken Zeichen war die "instantane Kritik" nach Nachrichten und eine kulturpatriotische Komponente im Vergleich mit Deutschen wie Hoffmann von Fallersleben. Über lange Jahre gab es sonst keine solche schnelle Verarbeitung, die den Medien auf dem Gebiet der kommentierenden Verarbeitung um zehn bis zwanzig Stunden voraus war. 

Das Erfolgs-Konzept Obamas dagegen war das Instant-Messaging, die Instant-Kommunikation mit anderen Menschen. 

Wegen des Zeitaufwands meiner Kommentare konnte die Instant-Kommunikation nur am Rande praktiziert werden. Schließlich war der Internet-Schreibtisch vRhein immer eine Ein-Mann-Unternehmung und nicht auf das Chatten, auf die kurzen gegenseitigen Äußerungen im Internet, ausgelegt. Dennoch wurde die Kommunikation gelegentlich quasi zur Kontrolle gesucht, im Forum Hagalil zum Beispiel, um Vergangenheits-Bewältigung abzugleichen, in Skype Casts (diese Möglichkeit besteht seitens Skype leider nicht mehr), in Yahoo Clever, einem Frage-Antworten-Konzept. Auch wurde die eine oder andere Group zur Kommunikation angeboten. Wegen der Konzept-Ansprüche und damit verbundener Arbeit hatten sie nur wenig Zuspruch. Das gleiche Phänomen, dass nämlich finanzielle Forderungen im Raum stehen, sobald eine Mitarbeit tatsächlich mit Arbeit verbunden ist, kennzeichnete auch den Internet-Schreibtisch, der stets zur Mitarbeit auf ähnlichem Level eingeladen hatte. Nur belangloses Chatten war möglich, gelegentlich auch das Herauskitzeln von Fachwissen, aber eine konstante Mitarbeit auf ehrenamtlicher Bases war nicht drin. Der Internet-Schreibtisch hat keine finanziellen Hilfen von außen und wird aus eigener Tasche getragen. 

Die einfachen Botschaften Obamas, Wandel und Hoffnung, konnten bestens kommuniziert werden, hier waren das Chatten und Instant-Reaktionen bestens möglich. Gefühle wurden abgefragt. Auch das traf auf große Resonanz. Schließlich wurde eine Wahl vorbereitet. Da kommt es letztlich auf die Stimme an. Nach den Gefühlen kam aber auch die Bereitschaft zur Mitarbeit in Form von weiterer Instant-Kommunikation unter Freunden, Gesinnungs-Parties, kam auch die kleine Spenden-Bereitschaft zustande. So zirkulierten riesige Spenden-Geldmengen aus Massen-Kleinbeträgen, die Obama in die Lage versetzten, auch die professionellen Medien einzubeziehen. 

Spiegel-Online Bericht über die neue Ethik Obamas, die so ziemlich genau meine jahrelangen Forderungen trifft:
  • 21.01.2009 Bericht Spiegel Online: ETHISCHE STANDARDS IM WEISSEN HAUS Obamas Moralpredigt an seine Mitarbeiter 

    Transparenz, hohe moralische Standards und Sparsamkeit - darauf hat Barack Obama seine Mitarbeiter zum Amtsantritt eingeschworen. Hohe Gehälter ließ der neue US-Präsident einfrieren, Geschenke von Lobbyisten dürfen seine Leute nicht mehr annehmen. 

    Washington - Einen Tag nach seiner Vereidigung hat US-Präsident Barack Obama neue Verhaltensregeln für Regierungsmitglieder erlassen. Obama schwor sein Team auf Transparenz, hohe moralische Standards und Sparsamkeit ein. Mit seinem Amtsantritt beginne "eine neue Ära der Offenheit", erklärte Obama unmittelbar vor der Vereidigung der neuen Mitarbeiter des Weißen Hauses am Mittwoch. Ziel sei, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierung wiederherzustellen. Wichtigste Aufgabe des Staatsdienstes sei, den Interessen der Bürger zu dienen. 

    Präsident Obama verfügte, dass Gehälter von Mitarbeitern des Weißen Hauses über 100.000 Dollar (77.000 Euro) eingefroren werden. "Amerikanische Familien müssen den Gürtel enger schnallen, also muss Washington das auch", sagte er. Zudem legte er striktere Regeln für die Beschäftigung von früheren Lobbyisten in Regierungsämtern fest. Mitarbeiter der Regierung dürften künftig keinerlei Geschenke von Lobbyisten mehr annehmen. Um den Einfluss von Interessenverbänden auf die Politik zurück zu drängen, dürften zudem ehemalige Lobbyisten, die eine Stelle beim Staat annehmen, zwei Jahre lang nicht in jenen Bereichen arbeiten, für die sie zuvor Lobbyarbeit betrieben haben. 

    In seiner Regierung werde der Einfluss von Interessenvertretern "strengeren Grenzen unterworfen sein als in allen früheren Regierungen", kündigte Obama an. Die Verschärfung der Regeln solle sicherstellen, dass das Handeln seiner Regierung auf das Gemeinwohl ausgerichtet sei. "Wir sind hier als öffentliche Diener, und öffentlicher Dienst ist ein Privileg", sagte Obama. "Es geht nicht um Vorteile für uns selbst, für unsere Freunde oder Kunden in der Wirtschaft", fuhr er fort. "Es geht nicht um Vorteile für eine ideologische Agenda oder die Einzelinteressen einer Organi-sation." 

    Bereits im Wahlkampf hatte Obama angekündigt, im Fall der Regierungsübernahme den Einfluss der mächtigen Lobbyisten-Verbände auf die US-Politik zurückzudrängen. Anders als andere Präsidentschafts-Kandidaten vor ihm hatte er auf Wahlkampf-Spenden von Lobbyisten verzichtet. 

    Obama hielt die Mitarbeiter der Regierung in seiner Ansprache außerdem dazu an, ihr Handeln für die Öffentlichkeit transparent zu machen. "In dieser Stadt gab es viel zu lange Geheimnis-Krämerei", sagte Obama. "Die alten Regeln besagten, wenn es keinen Grund gibt, etwas vor dem amerikanischen Volk zu enthüllen, dann enthüllen wir es nicht. Diese Ära ist nun vorbei." Er werde "als Präsident persönlich für eine neue Ära der Transparenz stehen", versprach Obama. 
    flo/AFP

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Anmerkung1

Mal sehen, ob sich ein Netzwerk für die Solidargesellschaft, den DEHistmus und die Solidar Partei eignet würde - Obama hat es vorgemacht, Nachahmung im Kleinen wäre vielleicht ganz gut. Auch die SPD hat sich anregen lassen, lässt aber Themen Analysen vermissen. 

Ohne offenes Netzwerk ist der Internet-Schreibtisch "nur" ein fehlendes Glied politischer unabhängiger Aufklärung mit dem Schwerpunkt auf schnelle Ereignis-Kommentierung. Also hat er einen ganz speziellen Rahmen, der viele analytische Texte aufnimmt, Menschen aber nicht mitnimmt. 

Das "Mitnehmen" von Menschen kann mit facebook, twitter und mySpace ausprobiert werden. Notwendig werden wenige klare Aussagen sein, so wie Obama Schwerpunkte auf die beiden Begriffe Wandel und Hoffnung gelegt hat, mit großem Erfolg. Hoffnung finde ich allerdings nicht so gut. Hoffnung ist zu sehr auf eine ungewisse Zukunft gerichtet, enthält gleich christliche Versprechungen, eine Art Heilserwartung breitet sich dann aus und kollidiert mit der Realität. So wird es auch diesmal sein. Obama beruft sich auf Gott, was anlässlich der Tradition der Amts-Einführungen amerikanischer Präsidenten vielleicht auch gar nicht anders geht. Die Glaubhaftigkeit wird durch die Erinnerung an die Sklaverei verstärkt, die durch christliches Mitleiden und viele Gospels der farbigen Bevölkerung bezeugt wird.

Dennoch meine ich, dass der christliche "Gott" eher zu einer Verstärkung der Kriegs-Situation führt. Frieden bringt er nicht. Weitere  Konfrontation mit der Allah-Gläubigkeit ist vorprogrammiert. Krieg haben die USA schon, mithin auch die Welt. Er wird sich ausbreiten. Ich sehe die Zukunft also nicht so rosig wie die jubelnden Massen, die in Obama eine Art Messias sehen, der die Probleme lösen kann. Hoffnung, dass eine Friedens-Periode bevorsteht, habe ich natürlich auch. Wer kann sich dem Slogan von Obama entziehen?

Statt "Hoffnung" würde ich gerne "klare Orientierung" setzen.  

Anmerkung2:

In vielen Punkten wurde der Internet-Schreibtisch mvR sehr konkret. Zum Beispiel wurde ethisches Fehlverhalten immer anhand von konkreten Ereignissen offen gelegt, ein Bürger Rat, eine Bürger-Anwaltschaft gegenüber der Staats-Anwaltschaft auf die Modell-Plattform gesetzt und vieles mehr. Das ganze ehrenamtliche Abmühen traf auf taube Ohren, aber nun, nach der Richtschnur Obamas, fragt ein deutscher Regierungs-Sprecher, wieviel davon zu übernehmen sei. Die Deutschen scheinen Autoritäts hörig zu sein, auf reine Argumente wird erst gar nicht reagiert, auf einen "Führer" schon.

Unlängst wurde eine Solidar Partei wegen der Zustände ins Leben gerufen, die in ihrem Programm detailliert festlegt, wie ihnen zu begegnen ist. Seit ein paar Jahren existiert die erweiterte deutsche Nation-Hymne, die ein ethische Programm fast wie eine deutsche Verfassung enthält. Am Samstag, den 17.01.2009 wurde sogar ein Solidar-Loge gegründet, in der Erkenntnis, dass Deutsche eine Art Verein benötigen, um ihre besten Eigenschaften entfalten lassen zu können. Eine erste "Satzung" lautete:
  • gegen Korruption, 
  • gegen Lobbyistentum, 
  • gegen Übervorteilung der Schwächeren einer Gesellschaft, 
  • gegen fiskalische Zentralismen, 
  • gegen unrealistische Ideologien, 
  • gegen religiösen Fundamentalismus, 
  • gegen Angstmache von Religionen, 
  • gegen Angstmache von Ideologien, 
  • gegen Angstmache von Organisationen, 
  • gegen Angstmache von Staaten
  • gegen den Lobbyismus eines Staats-Apparates, 
  • gegen aggressiven Egoismus und 
  • gegen gewissenlose Zerstörung der Natur.
Wer nun diese vorher formulierten Punkte mit der nach dem Amtseid veröffentlichten ethischen Agenda des Präsidenten Obama vergleicht, der wird erkennen, dass die Gemeinsamkeiten nicht aus der Luft gegriffen sind, dass im Gegenteil der Internet-Schreibtisch präzise war.

Medien, Blogs, Zeitungen zeigen sich nicht präzise genug, um den genauen Zeitpunkt der Inauguration zu nennen. Entweder wird nur der Tag oder der Zeitpunkt der Veröffentlichung genannt, nicht aber der historische Zeitpunkt. Er ist wichtig, weil die Amts-Einführung globale Bedeutung hat, der Globus aber seine Zeitverschiebungen hat. Nach langem Suchen auch in der Google Suchmaschine, Stichworte immer mit Zeitabfrage, konnte ich den genauen Zeitpunkt nicht ausmachen: Dienstag, 20. Januar, um ?. Also suche ich noch weiter, ich denke US Nachrichten, zum Beispiel foxnews, könnten helfen. Leider kein Ergebnis. 

Wikipedia gibt den genauen Zeitpunkt der Amtszeit des Präsidenten. Sie begann am 20. Jahuar um 12:00. Normalerweise dürfte zwischen dem neuen Amts-Eid  und dem Ende der vergangenen Präsidentschaft kein zeitlicher Zwischenraum liegen. Zeitzone Washington DC ist GMT-5, um 12:00 Uhr dortiger Ortszeit war es in Berlin bereits 18:00, in Bangkok 24.00 Uhr, also bereits der 21.01.09. Die Nachrichten der ARD gaben am 20.01.09 um 16:00 die Zeit der Vereidigung, "in zwei Stunden" sagte die Sprecherin, also 18:00 GMT+1, Washington DC 12:00 am 20.01.09, wie ich schon vermutete.

Die Rede Obamas nach seinem Amtseid soll hier noch untersucht werden, ebenso der sogenannte präsidiale "Gebets-Kreis", zu dem auch der evangelikalische Pastor und Erfolgs-Autor Rick Warren gehört, der zur Vereidigung Obamas ein Gebet sprach. Konservative christliche Gelehrte (?) werfen Warren ein verkitschtes Gottesbild vor, das die Bibel verfälscht Anmerkung4


Rotbauchunke (Bombina bombina) aus wikipedia

Da unkt es: Bibel historisch und daher "falsch", Verfälscher liegen erst recht falsch. Zumindest eine Säule der Präsidentschaft Obamas schwankt bereits. Die Unke prophezeit dunkle Wolken am Horizont der allgemeinen Euphorie. 

Anmerkung3

Die Internet-Kommunikation Obamas hat sich  nach seiner Wahl gewandelt. Die Spenden-Aufrufe sind geblieben, Nachtrag am 29.01.09 7:20 +1

Anmerkung4

Vielleicht lohnt es sich, Fakten zur Kenntnis zu nehmen, die die Evangelien betreffen. Hier ein Auszug einer Buchbesprechung dazu: 

Great New Review of "Who Was Jesus? Fingerprints of The Christ!" - Highly recommended for believers and nonbelievers - January 18, 2009 - By Anon A. Mouse

"Who Was Jesus: Fingerprints of the Christ" is a scholarly work of textual and historical criticism that is extremely well written. The author does not overstate her case and does not make assertions that are not fully supported by clearly explained arguments.

She takes the four gospels of the New Testament as her primary focus of the first section of the book, taking each gospel in turn and then comparing them to show how they agree and disagree. She shows a great amount of authority and does in fact cite the opinions of evangelical scholars as well as secular scholars.

Her thesis for this is that the texts are not consistent and coherent but she never takes this claim further than her textual evidence allows.

The examination of the historicity of Jesus and a summary of the contemporary Roman histories was also quite thorough. The exhaustive thoroughness of every part of this book and the rigor of her rhetorical style--always precise, exact, and never accusatory--make the text all that much stronger.

For all Christians who believe that the Bible is an entirely consistent, perfect and divinely inspired book, or that we have perfect transmissions and good translations, they must read this book. The author stays very close to the Bible itself, going line by line through the gospels and bring to bear significant amounts of research, but in later sections of the book she examines the history of the creation of the Bible and the formation of what we know of Jesus through the surviving manuscripts (and those that did not survive).

I recommend this book to believers and nonbelievers alike. This is the critical look at the Bible that all Christians need to take. Without a book such as this, they do not understand their own religion and its text. I have read and reread sections of this book several times and have also used it as a jumping off point for further research. Even if you hold views contrary to the author's, you cannot deny that she has written a scholarly, well crafted and persuasive investigation of the gospels and the story of Jesus."


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Nachtrag am 3/Mai/2009, 20:20+1

Obama verhält sich bislang vorbildlich. Trotzdem birgt seine Politik Risiken, wenn sie nicht sogar Katastrophen heraufbeschwört. Guantanamo hält wieder Militärgerichte, weil der Druck der islamischen Weltrevolution in der neuen US-Regierung spürbarer wurde, als sich Obama auf Afghanistan konzentrieren wollte. Dadurch erhöht sich die Notwendigkeit eines Gegendrucks. Der Zugzwang, nun Afghanistan siegreich verlassen zu müssen, war ein grober Fehler Obamas, ein voreiliges Versprechen, das hinter großen Worten Schwäche erkennen lässt. Das Versprechen war naiv. Es spult die Zeit zurück. Fehler aus der Anfangszeit der Regierung George Bush sollen aufgearbeitet werden. Die Politik Obamas scheint modern zu sein, ist aber rückwärts gewandt. Inzwischen sieht die Welt anders aus als 2001/2002.

Das Hereinlassen und Honorieren von Fiat als angeblicher "Retter" von Chrysler und vielleicht noch GM scheint ebenso naiv zu sein. Die Mafia zieht mit, wie ich stark vermute. Sie will an die Staats-Subventionen in Milliarden, da ist das Geld. Darauf versteht sich die ehrenwerte Gesellschaft. Fiat scheint unterwandert zu sein. Für diese Annahme habe ich zwei Gründe:

  1. Der Fiat Kontern versucht in mehr als einem Land, an Staats-Subventionen zu kommen
  2. Fiat produziert Klein-Wagen. Diese sind aufgrund der Konsum-Werte-Umstellungen weltweit im Trend. Warum ist dann der Konzern über beide Ohren verschuldet, wenn doch das Konzept in die Gegenwart passt? Antwort: Gewinne fließen zum entscheidenden Teil in dubiose Kanäle, so dass die Bilanzen purzeln.
  3. Investition in innovative Technik, Elektro-Autos, Hybrid-Fahrzeuge, wurde von Fiat völlig vernachlässigt. So handelt ein Konzern, der parasitär ausgesaugt wird und daher keine Visionen hat.

Aber bleiben wir bei Afghanistan. Obamas Strategie ist falsch, weil sich selbst eine Großmacht dort aufreiben kann. Der Fehler ist aber auch ein Denkfehler. Zunächst muss gefragt werden, was der Westen dort eigentlich will. Es gibt viele Gründe, ein Hauptgrund ist Mission christlicher Vorstellung von Demokratie und Gesellschaft. Immer war es schon falsch gewesen zu missionieren und dafür junge Soldaten zu opfern. Ein anderer Denkfehler liegt noch ganz woanders.

Normalerweise sollte das Terrain den Muslimen selbst überlassen werden, die zerstritten sind. Erst dann wird der Iran auch in Afghanistan und Pakistan aktiv. Er opponiert gegen die artfremden Muslime, wäre zu einem Krieg gezwungen. Aber der Westen will diesen Krieg mit langen Nachschub-Wegen aus der Ferne selbst führen. Das ist falsch. Er soll sich auf seine eigenen Länder konzentrieren und von dort den islamischen Faschismus abwehren. Was macht er? Er peppelt ihn geradezu und verschleißt sich in Afghanistan und Pakistan, verhindert auch ein Eingreifen der Vereinigten Emirate.

Raus aus Afghanistan so schnell wie möglich, die freien Mittel für die eigenen Länder zur Verfügung haben, das ist die Logik, die vom Internet-Schreibtisch ausgeht.